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Die besten Strategien, den Lufthansa Frequent Traveller Status zu erreichen

by Max

Es gibt viele Ratgeber zu Strategien um den Lufthansa Frequent Traveller (FTL) Status zu erreichen. Leider bin ich selbst immer wieder auf Websites gestoßen, die Tipps für den FTL Status geben, die in der Praxis kaum umsetzbar sind. Wer fliegt dafür beispielsweise 33 Segmente mit LOT innerhalb Polens hin- und her?

Da sich zudem bei Miles & More und den Points für den Frequent Traveller (bzw. Miles & More Silver) Status zuletzt sehr viel getan, möchte ich die neuen Möglichkeiten zusammenfassen.

In diesem Artikel konzentriere ich mich ganz bewusst auf praktikable und realistische Wege, den FTL Status möglichst effizient zu erreichen. Der Fokus liegt dabei nicht auf theoretischen Grenzfällen, sondern auf Strategien, die sich in den Alltag integrieren und bestenfalls auch miteinander kombinieren lassen.

Natürlich gelten viele Ansätze aus diesem Artikel auch für den Senator Status. Hierzu folgt zukünftig ein eigener Beitrag.

Lufthansa Status Konto Übersicht
Fiktives FTL Punkte Konto

Der Frequent Traveller Status ist der Einstieg in die Statuswelt von Miles & More. Aktuell gelten folgende Voraussetzungen:

  • 650 Status Points
  • 325 Qualifying Points
  • innerhalb eines Qualifikationszeitraums von einem Kalenderjahr

Status Points erhält man grundsätzlich durch Flüge mit Airlines der Lufthansa Group sowie mitausgebenden Star Alliance Partnern. Qualifying Points gibt es nur auf Flügen mit Airlines der Lufthansa Group und vollintegrierten Miles & More Partnern (wie LOT Polish Airlines).

Der klassische Weg um den Lufthansa Frequent Traveller Status zu erreichen führt also über eine ausreichende Anzahl an (bezahlten) Flügen. Dabei gilt:

Flugklasse / Region Status Points Qualifying Points
Economy Class – kontinental 20 20
Business Class – kontinental 40 40
Economy Class – interkontinental 60 60
Premium Economy Class – interkontinental 80 80
Business Class – interkontinental 200 200
First Class – interkontinental 400 400

Wer den FTL Status erreichen will und bereits weiß, dass es knapp wird, sollte mit einer realistische Jahresplanung starten. Dadurch wird frühzeitig klar, ob es dieses Jahr realistisch ist und wie viel eventuell noch fehlt.

Dabei sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Flüge fallen ohnehin an? (beruflich oder privat)
  • In welcher Klasse wird geflogen?
  • In welchem Zeitraum finden diese statt?
  • Werden diese Flüge vor oder nach dem gewünschten Zeitpunkt des Statuserhalts durchgeführt?

Gerade bei geplanten Urlaubsreisen oder regelmäßigen Geschäftsflügen lassen sich oft kleine Optimierungen vornehmen, die in Summe einen großen Effekt haben. Ganz ohne zusätzliche Reisen einzuplanen.

Bevor man zusätzliche Flüge plant, lohnt sich ein Blick auf Möglichkeiten, den benötigten Punktebedarf vorab zu reduzieren:

  • 🏨
    Hotelpartner wie Marriott Bonvoy: Dreimal im Jahr lassen sich für zwei aufeinanderfolgende Nächte jeweils 40 Points sammeln (also 120 Points in Summe). Eine Anmeldung ist erforderlich.
  • 💳
    Lufthansa Kreditkarte: Sowohl das Beantragen kann Points geben, als auch der Tausch von Meilen zu Points.
  • 🎟️
    eVouchers: Solltet Ihr bereits eVoucher besitzen, können bis zu 4 Stück in jeweils 50 Points & QPs umgewandelt werden. Spannend auch: Die eVouchers können auch genutzt werden, um alternativ je Voucher 100 Points und QPs ins nächste Jahr zu übertragen.
  • 🎯
    Aktionen und Sonderprogramme: Es gibt unregelmäßig Aktionen der Lufthansa Group, bei denen man Extra Status Points und Qualifying Points sammeln kann. Auch die Uptrip App gibt regelmäßig Statuspunkte als Kollektionen heraus (100–200 QPs pro Jahr). Newsletter von Lufthansa und Uptrip abonnieren lohnt sich.

Vielleicht lässt sich der Aufenthalt im Marriott (und hier gelten auch günstigere Bonvoy Brands wie beispielsweise das Moxy) direkt mit der Reise kombinieren.

Ein häufiger Fehler besteht darin, den Status Gap erst am Jahresende zu betrachten. Sinnvoller ist es, frühzeitig zu kalkulieren, um flexibel für das Jahr agieren zu können:

  • Aktueller Stand: Status- und Qualifying Points prüfen
  • Geplante Flüge: Alle Flüge bis zum gewünschten Statuserhalt berücksichtigen
  • Sichere Aktionen: Statuspunkte aus Aktionen, Hotelprogrammen oder Uptrip einrechnen

Gerade wenn der Status bereits vor größeren Urlaubsreisen erreicht werden soll (z. B. wegen Lounge-Zugang oder zusätzlichem Gepäck), lohnt sich diese Vorausplanung. Ich selbst nutze eine kleine Excel Tabelle, aber letztlich reicht auch ein Überschlag im Kopf.

Je nach verbleibendem Bedarf kommen unterschiedliche Strategien infrage, um den Lufthansa Frequent Traveller Status zu erreichen:

Oft lassen sich geplante Flüge ohne großen Mehraufwand optimieren:

  • Verbindungen mit Zwischenstopp statt Direktflug (z. B. über Frankfurt oder München). Manchmal bieten sich dadurch sogar angenehme Flugzeiten und bestenfalls sogar günstigere Tickets).
  • Prüfung von Zubringern per Bahn (Lufthansa Express Rail), die bis zu einem gewissen Umfang zum Status zählen (maximal 160 QP!)

Nicht selten sind Verbindungen beispielsweise ab Köln oder Düsseldorf mit Zug-Zubringer nach Frankfurt günstiger (oder zumindest nicht teurer) als ein Abflug direkt ab Frankfurt. Das lohnt sich selbst dann, wenn man trotzdem direkt ab Frankfurt abfliegt. In der Praxis erfolgt derzeit keine systematische Prüfung, ob der gebuchte Zug tatsächlich genutzt wurde.


Wenn nur wenige Punkte fehlen, können Upgrades helfen. Hier ist zwischen Upgrade gegen Festpreis oder Gebot („Wunschpreis“) zu unterscheiden.

Auf der Langstrecke kann ein Upgrade einen spürbaren Points Schub bringen. Günstige Upgrades am Gate oder bereits an Board bringen allerdings keine Punkte! Ebenso wenig via Meilen oder Upgrade Vouchers.


Miles & More bietet neuerdings QPs an, wenn man Flüge CO2 kompensiert (hier direkt zum Angebot). Je nach gebuchtem Paket bis zu 80%(!) extra. Das Euro zu Points Verhältnis sollte man dabei aber genau im Blick haben. So kann es sich insbesondere bei kurzen Eco Flügen lohnen, wohingegen die Kompensation von Business Langstreckenflügen oft teuer daherkommt.

Tipp: Auch Meilenflüge lassen sich kompensieren und somit doch zu Punkten machen!


Immer wieder gibt es günstige Angebote für:

  • ✈️
    Blindbooking Flüge: über Eurowings, Austrian oder Lufthansa Website.
  • 🛒
    ALDI Reisen: Eurowings Blind Booking Flüge, z.B. 80€ Roundtrip.
  • 🌍
    Regionalflughäfen: Polen oder Italien sind oft interessant. Hier lohnt sich ein Blick auf Deal Portale wie Travel-Dealz.de

Solche Flüge lassen sich relativ spontan einbauen und bieten spannende Abwechslung.


Leider sind Lufthansa Group Flüge oft günstiger, wenn der Startpunkt im europäischem Ausland stattfindet. Besonders häufig lohnt sich ein Blick auf folgende Städte unter Nutzung von Flugpreissuchmaschinen:

Budapest  |  Stockholm  |  Kopenhagen  |  Oslo

Der zusätzliche Flug zum Startpunkt kann den Preisvorteil zwar zu Nichte machen, bietet aber gleichzeitig mehr Points und ein zusätzliches Reiseziel.


  • Business-Class Langstrecke: Schnell viele Points sammeln. Star Alliance Partner prüfen, wenn keine QPs mehr nötig.
  • First Class: Eher Erlebnis, weniger effizient für Status. Details zu Business & First Class auf Langstrecke folgen im Senator-Artikel.

Als vergleichsweise kurze Strecke mit hoher Qualifying Points Ausbeute gilt Beirut (200 QPs pro Strecke). Ein Ziel, dass ich selbst oft anfliege und von mehreren Lufthansa Group Airlines bedient wird (z.B. aus Düsseldorf, Berlin, Frankfurt und Zürich). Aber Vorsicht: Wer den Komfort Genuss eines Business Class Sitzes sucht, sollte sich andere Ziele suchen. Beirut wird mit der A320er Flotte bedient – also mit der Standard Kurzstreckenbestuhlung.


Sollten am Ende des Qualifikationszeitraums noch wenige Qualifying Punkte fehlen, kann über die Lufthansa Kreditkarte ein Tausch von Meilen in Status Points erfolgen. Maximal erhält man so für 25.000 Meilen 100 Points und QPs sammeln. Der Tauschkurs tut weh, kann aber helfen, einen ansonsten verlorenen Status noch zu sichern.

Beispiel: Jahresplanung für den LH FTL Status (anklicken zum ausklappen)

Geplante Flüge & sichere Status Points

Geplante Reise Berechnung Status Points Qualifying Points
3× Europa Eco beruflich (Hin & Rück) 3 × 2 × 20 120 120
1× Langstrecke Premium Eco Urlaub
(inkl. Eco-Zubringer)
2 × (80 + 20) 200 200
1× Europa Eco beruflich mit Zubringer 4 × 20 80 80
Zwischensumme geplante Flüge 400 400

Status Gap zum FTL

Kategorie Erforderlich Geplant Fehlend
Status Points 650 400 250
Qualifying Points 325 400 0

Optionen zum Schließen des Gaps

Maßnahme Beschreibung Status Points Qualifying Points
Marriott Bonvoy Hotels 3× 2 Nächte in teilnehmenden Hotels 120
Upgrade per Bidding Hin- oder Rückflug Langstrecke 120 120
Flugkompensation (Paket „M“) Europa Hin- & Rückflug (+30 %) 12 12
Uptrip Kollektion Beispielhafte Status-Kollektion 40
Zusätzliche Status Points 292 132

Ergebnis: 692 Status Points & 532 Qualifying Points → FTL Status erreicht (mit Puffer)

Neben all diesen Strategien gibt es einen vollständig anderen Weg, den Frequent Traveller Status zu erreichen. Ohne Status Points oder Qualifying Points.

Über die Uptrip App von Miles & More lässt sich der FTL Status aktuell über eine spezielle Kollektion freischalten. Dabei zählen nicht Punkte, sondern gesammelte Karten aus geflogenen Segmenten und Aktionen. Die Flüge müssen auch nicht innerhalb eines Jahres erflogen worden sein.

Dieser Ansatz ist besonders interessant für:

  • Vielflieger-Einsteiger ohne bestehenden Status
  • Reisende, die es über die Status Punkte Anforderung nicht schaffen
  • Reisende mit überschaubarer Flugfrequenz bzw. mehrheitlich Kurzstreckenflieger

👉 Hier geht es zur ausführlichen Schritt-für-Schritt Anleitung zum FTL Status mit Uptrip inklusive Rechenbeispielen, Stolperfallen und aktuellen Updates.

Es gibt nicht den einen perfekten Weg zum Lufthansa Frequent Traveller Status. Der effizienteste Ansatz hängt stark davon ab:

  • welche Flüge ohnehin anfallen
  • wie flexibel man zeitlich und geografisch ist
  • und zu welchem Zeitpunkt der Status benötigt wird

Wer strukturiert plant und verschiedene Ansätze kombiniert, kann den benötigten Aufwand und anfallende Kosten deutlich reduzieren. Für Einsteiger ohne Status stellt insbesondere der Uptrip-Ansatz aktuell eine außergewöhnlich einfache Alternative dar.

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